Workbook optimieren

Workbook erstellen

Du hast bereits Unterlagen zu Deinen Programmen und möchtest sie weiterentwickeln? Du bist noch nicht so richtig zufrieden und denkst, da ist noch Luft nach oben? Herzlichen Glückwunsch, Du hast bereits erkannt, was für eine wichtige Rolle das Begleitmaterial spielt. Ich möchte Dir einige Ideen mitgeben, wie Du Dein Workbook optimieren kannst.

Vorab: Kennst Du meinen Grundlagen-Post? Falls nicht, schau auch dort vorbei, vielleicht hast Du bereits dort einige AHA-Momente.

Erste Gedanken zum Workbook Optimieren

Wo siehst Du aktuell das größte Potential zur Optimierung Deiner Unterlagen? Hast Du das Gefühl, dass das Workbook nicht zusätzlich unterstützt? Dass Dein Design nicht stimmig ist? Das etwas fehlt? Dass Du noch abwechslungsreicher sein könntest?

Lass uns schauen, wie wir da in kleinen Schritten das beste rausholen können!

Drei häufige Aussagen, die ich höre, und Impulse für den Umgang

  • Mentorin A: „Das Workbook wird nicht genutzt“

Wenn Du den Eindruck hast, Dein vorhandenes Workbook wird nicht richtig genutzt, frage als aller erstes Deine Kund:innen, ob und warum das so ist. So generierst Du wichtigste Anhaltspunkte zum Optimieren des selbigen.

Außerdem kannst Du Dir folgende Frage stellen:

Macht es Spaß, mit dem Workbook zu arbeiten? Dazu gehört ein ansprechendes Design, ein kluger Aufbau, ein „an die Hand Nehmen und Durchleiten“.

  • Trainerin B: „Das Workbook ist vermutlich gar kein Workbook sondern eher ein Hand-Out“

Ah, so etwas habe ich schon öfter gehört. Das bedeutet, das der „Work“-Anteil fehlt, also die Möglichkeit zur Bearbeitung von Aufgaben und Fragen, die die Kund:innen weiterbringen. Schau hier, dass Du eine gute Mischung aus Input- und Bearbeitungsteil hinkriegst.  

  • Coach C: „Ich mache das sehr intuitiv und habe wenig Struktur.“

So schön Kreativität, Intuition und Flow sind, unser Gehirn liebt „Schubladen“ zur Vereinfachung (wir wissen, wann das gut und wann das schlecht sein kann). Eine gute Struktur ist wie ein Schrank mit Schubladen. Sie erleichtert das Einsortieren von neuen Inhalten.

Fünf Impulse zur sofortigen Verbesserung Deines Workbooks

  • Lasse den Input nicht komplett weg. Er ist der Bezugspunkt zum Aufgaben- und Fragenteil. Außerdem ist er wichtig für die Nachhaltigkeit im Lernen. Was meine ich damit? Wenn das Workbook nach einer Weile wieder in die Hand genommen wird, sind auch die wichtigsten Inhalte wieder da. Deine Botschaft und auch Du als Expertin „wirken also nachhaltig“!
  • Schreibe kein A4-Blatt Text, sondern erleichtere dem Auge das Lesen, indem Du zweispaltig schreibst, wichtige Absätze etwas größer setzt oder hervorhebst, Prozessbeschreibungen mit Graphiken ergänzt/ ersetzt etc.
  • Gleichzeitig: Stelle Fragen, um das Denken der Leser:innen anzuregen. Das können unterschiedliche Fragen sein: Skalenabfragen zur Orientierung (Wie sehr empfindest Du, dass…?), Reflexionsfragen, um sich die eigene Situation klar zu machen (Wie ist deine aktuelle Situation in Bezug auf…? Wie ist Dein Umgang mit Thema XY? Was fällt Dir am schwersten, wenn Du an …. denkst?), handlungsorientierte Fragen (Was kannst Du tun, um…?), ressourcenaktivierende Fragen (Was könnte bestenfalls passieren…? Wie fühlt sich das an…? Was würdest Du tun, wenn alles möglich wäre…?) etc. Wechsle ab und führe Deine Leser:innen sicher durch den Prozess!
  • Denke in Kapiteln und strukturiere sie immer gleich. Themenabschnitt eins hat den gleichen Aufbau wie Themenabschnitt 2. So entsteht ein Gerüst, das Dir das Schreiben und Deinen Kund:innen das Lesen vereinfacht.
    Konkretes Beispiel: Starte zum Beispiel mit einer Eingangsfrage, gib dann Input, stelle eine Reflexionsfrage und im Anschluss eine Aufgabe. Das Ganze kann durch eine  Kasten mit den drei wichtigsten Botschaften des Abschnitts abgeschlossen werden.

     

  • Nutze wiederkehrende Graphiken für Aufgaben, Fragen, wichtige Punkte à eine weitere Möglichkeit, um Orientierung zu geben!

Fazit: Workbooks optimieren ist nicht schwer

Es gibt immer etwas zu tun! Auch in meinem Trainer:innen Café (Mastermind für Kursleitende für den Austausch zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Programme) haben wir neulich über Workbooks gesprochen und es war faszinierend, wie viele Ideen und Inspirationen auch erfahrene Kursleiter:innen noch mitnehmen konnten. „Ich habe zwei Seiten mitgeschrieben“ war eines der Feedbacks. Also auch, wenn Du schon eine ganze Weile dabei bist: Es gibt immer etwas zu entwickeln, anzupassen und zu optimieren. Zum Schluss noch ein passendes Zitat von Philip Rosenthal: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

Viel Freude dabei!

Falls Du jetzt richtig loslegen möchtest, findest Du hier meine Checkliste für 0,- Euro plus die beiden Blogartikel „Workbook erstellen“ und „Workbook optimieren“.

Und wenn Du außerdem den Austausch in einer Mastermind, Mini-Inputs und ganz viel Inspiration zu schätzen weißt, bewirb Dich jetzt für die zweite Runde des Trainer:innen Cafés. Ich freu mich auf Dich!

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