Workbook erstellen

Workbook erstellen

„Ein gutes Programm, ein gelungenes Training, ein aktivierender Workshop sind wie ein Puzzle: Es bedarf vieler unterschiedlicher Teile!“ Ein oft vernachlässigtes Teil ist das Begleitmaterial und dabei ist es so wichtig! In diesem Artikel möchte ich Dir zeigen, was Du   bedenken solltest, wenn Du ein Workbook erstellen möchtest.

Warum Du unbedingt ein Workbook erstellen solltest

Auch wenn es noch einmal viel Aufwand bedeutet: Ein Workbook macht absolut Sinn! Du ermöglichst Deinen Teilnehmenden noch einmal einen anderen Zugang zum Thema. Drei gute Gründe ein Workbook zu erstellen:

  • Der visuelle Reiz unterscheidet sich deutlich von dem eines Videos oder einer live Veranstaltung. Das ist relativ logisch, oder? Manche Menschen verarbeiten das geschriebene Wort besser als das gehörte. Außerdem kannst Du durch Graphiken, Prozessdarstellungen und abwechslungsreiche Gestaltung viel erreichen.
  • Das Ganze wirkt asynchron. Das heißt, jede:r Kund:in kann sich mit der Thematik beschäftigen, wann immer sie oder er möchte. Völlig unabhängig von Dir und gleichzeitig genau zu dem Zeitpunkt, wenn sie Lust darauf haben. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch etwas aufnehmen und umsetzen können.
  • Ausgedruckte Unterlagen bedienen die Haptik, die im Online-Bereich oft verloren geht. Somit wird ein weiterer Sinn angesprochen: das BE-GREIFEN.

Erste Gedanken zur Erstellung

Der Begriff „Workbook“ wird sehr unterschiedlich verwendet. Mal geschieht mehr, mal eher wenige wirkliche „Work“ durch den/ die Leser:in. Ein Workbook erstellen, bedeutet, auf einer Reise zu begleiten und zwar auf einer individuellen. Es geht hier nicht um eine Zusammenfassung oder den verschriftlichen Input Deines Kurses oder Videos. Es geht um mehr!

Überlege Dir, was Du sagen möchtest und wie viel Du noch einmal in dieser Form aufbereiten möchtest. Überlege Dir dazu gerne, was Dein spezifisches Ziel mit diesen Unterlagen ist und was genau diesem Ziel dient.

An die Hand nehmen und Raum lassen

Führe mit Deinem Workbook durch den Prozess, durch die Veränderung, hin zum Integrieren und Umsetzen des neu Gelernten. Wichtig dabei ist, dass Du Raum für eigene Gedanken, Reflexionen und sogar Pläne lässt: durch Fragetechniken, durch gezielte Hinweise und ganz einfach durch Platz, luftige Gestaltung und beschreibbare Bereiche. Denke dabei nicht nur daran, dass Du oder Deine Kund:innen das Ganze ausdrucken, sondern mache es auch online beschreibbar.

Wichtiger Merksatz: Mach es Deinen Kund:innen so einfach wie möglich. Dazu zählt das Erfassen der Inhalte, das Nachvollziehen des Prozesses und das Arbeiten mit Deinem Material. Baue alle möglichen Hürden für sie ab.

Drei häufig auftretende Hürden am Anfang

  • Oft wird das Workbook am Schluss erstellt. Es kann passieren, dass am Ende der Vorbereitung für eine Veranstaltung oder ein ganzes Programm die Luft raus, die Kraft verbraucht ist und das Ganze dann hinten runterfällt. Das wäre schade! Versuche das Workbook parallel zu Deiner Veranstaltungskonzeption zu entwickeln. Das spart Nerven und garantiert, dass dieses wichtige Puzzlestück nicht zu kurz kommt.
  • „Das mit den Graphiken fällt mir schwer.“ „Am Ende sieht es nicht schön aus.“ Lass mich Dir verraten: Ich bin auch keine geborene Designerin und schlage mich mit diesem Thema auch immer wieder rum. Wenn es jedoch einmal geschafft ist, kannst Du davon immer wieder profitieren! Lass Dich inspirieren von Workbooks, die Du schon erhalten hast oder von Vorlagen bei Canva. Wenn es Dir möglich ist, lass jemanden vom Fach drüber schauen oder Dir gleich eine individuelle Vorlage anfertigen.
  • „Wie formuliere ich schön?“ In einem Workbook kommt es nicht auf eine perfekte Sprache oder gar auf Psychologie wie bei einer Landingpage an. Nutze die Sprache, die Du auch in Deinen Veranstaltungen sprichst. Versuche einfach einmal, so zu schreiben wie Du sprechen würdest. Mit ein bisschen Optimierung kommen da sehr brauchbare Dinge bei raus! 🙂

Wie so oft: Es ist ein Prozess

Eines kann ich Dir noch verraten: Das Ganze ist ein Prozess. Du wirst Dich und Deine Workbooks immer weiterentwickeln. Sieh genau hin, lass Dich inspirieren, höre genau zu und optimiere immer weiter. Mach nur eines nicht: Von Anfang an perfekt sein wollen! Das   hält nur auf und führt im Zweifel dazu, dass Du Dir Druck machst und am Ende gar nicht fertig wirst.

Gestern sagte eine Kundin zu mir, wie unterstützend sie es fand, dass ich immer wieder ermutigt habe, Neues auszuprobieren, etwas Kleines zu wagen, aus der berühmten Komfortzone zu kommen. Und ja, das ist mir super wichtig auch für Dich! Mach einfach, komm ins Tun, überfordere Dich nicht selbst und nutze einfache Tipps für den Start.

Wichtige Elemente, wenn Du ein Workbook erstellen möchtest

Es gibt einige Elemente, die nicht fehlen dürfen:

  • der Rahmen in Form von Deckblatt und letzter Seite inkl. Informationen über Dich
  • Informationen zum Nachlesen über die wichtigsten Punkte  
  • Reflexionsfragen zum Einordnen der eigenen Situation in die Thematik
  • konkrete Arbeitsaufgaben, was Dein:e Kund:in nun tun sollen
  • eventuell ein Inhaltsverzeichnis
  • eventuell weiterführende Informationen und Links zu Exkursen

Fazit

Ein Workbook zu erstellen ist gar nicht so schwierig! Leg los und beginne es als das zu sehen, was es ist:  ein wichtiger Teil Deines Angebotes.

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